Auf Ihren schönsten Urlaubsfotos aus der Touraine werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Schlösser des Loiretals zu sehen sein. Ob prachtvolle Burgen oder eher schlichte Herrenhäuser – ihre Silhouetten prägen das Bild beiderseits des königlichen Flusses.
Warum diese Konzentration in diesem Teil Frankreichs?
Dies ist ein Vermächtnis der französischen Könige, die das Loiretal und seine beschauliche Lebensart liebten. Neben den mittelalterlichen Festungen (Chinon, Loches, Montbazon) und später den königlichen Gütern (Amboise) entstanden auf Initiative bedeutender Persönlichkeiten des Königreichs (Azay-le-Rideau, Chenonceau, Villandry) und des Hofadels zahlreiche Schlösser aus Tuffstein.
Die im Mittelalter zu Verteidigungszwecken erbauten Loire-Schlösser öffneten sich während der Renaissance der Außenwelt und gaben ihre strengen Wehrmauern und Zugbrücken zugunsten einer von der italienischen Kultur inspirierten Ästhetik auf (Langeais, Le Rivau, Ussé). In dieser Zeit entstand die Tradition der Loire-Gärten, die als wahre „Wohnzimmer im Freien"" konzipiert wurden.
Jedes erzählt eine einzigartige Geschichte: die mythische Begegnung zwischen Jeanne d'Arc und dem Dauphin von Frankreich in Chinon, das universelle Genie Leonardo da Vincis in Clos Lucé, das Talent des berühmten Gärtners Dom Pacello auf dem königlichen Anwesen Château Gaillard, die legendäre Hochzeit eines Windsor auf dem Anwesen Candé, die Liebesgeschichte von Rodin und Camille Claudel im Château de l'Islette, das Epos von Foulques Nerra in der Festung Montbazon… Sie haben die Qual der Wahl!